![]() Der Horch 480, rechts, eingebunden in das neue Ausstellungskonzept vor einem fiktiven Nobelhotel der Dreißiger Jahre
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Die Odyssee eines Horch 480Ein mobiler Senior beendet seine große Lebensfahrt an der GeburtsstätteMit dem Horch 480 ist eine neue alte Rarität im August Horch Museum zu bewundern Zwickau, den 13. Februar 2003.Eine beeindruckende Erscheinung ist er schon zum Zeitpunkt seiner Fertigung 1931/32 gewesen, zählte er doch eindeutig zu den Spitzenmodellen der automobilen Oberklasse jener Jahre. Und noch heute besticht das Horch 480 Sedankabriolett, das seit kurzem eine bedeutende Lücke im Sammlungsbestand des Museums schließt und von nun ab in der Ausstellung zu bewundern ist, mit seiner majestätischen Eleganz und gediegenen Schönheit. Und man spürt ihn noch, den Hauch jener luxuriösen Exklusivität, der schon zu seiner Zeit die Betrachter in den Bann zog. Freilich musste es für die meisten beim Betrachten bleiben, denn der Preis von 16.800,-Reichsmark schränkte den ohnehin kleinen Kreis solventer Kaufinteressenten, noch dazu unter dem Eindruck der Weltwirtschaftskrise, sehr stark ein. So nimmt es nicht Wunder, dass nur wenige Fahrzeuge des Modells 480, das mit dem, durch beispiellose Qualität und Laufruhe geschätzten Achtzylindermotor mit 5 Litern Hubraum den oberen Abschluss der Typenreihe 400 der Horchwerke krönte, einen Käufer fanden. Schließlich wurde die Produktion nach offiziell 26 Exemplaren als Sport- bzw. Sedankabriolett beendet. Doch gab es weiterhin umfangreiches Material aus unvollendeter Fertigung und da Kundenwünsche bei den Horchwerken stets an oberster Stelle standen, allein zum Zeitpunkt der Gründung der Auto Union 1932 sollte ein breit gefächertes Produktionssortiment von 18 Modellen dem rückläufigen Absatz begegnen, wurden verschiedene Wagen später fertig gestellt. So auch das neue Ausstellungsstück, welches die bislang nicht bekannte Nummer 35 trägt und erstmals 1936 auf eine Stuttgarter Strickwarenfabrik zugelassen wurde, nachdem es an Ort und Stelle bei der renommierten Firma Karl Baur seine Karosserie erhalten hatte. Damit ist der Wagen, der als weiteres Extra mit einem Steinschlaggitter vor dem Kühler ausgestattet ist, das nur bei den Typen 470 und 480 serienmäßig war, eine Besonderheit und wird zur wahrhaftigen Rarität wenn man weiß, dass er vermutlich weltweit noch der einzige seiner Art ist. ![]()
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Der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Volkswagen Carl H. Hahn, hier an einem Horch480, zeigt sich sehr engagiert für die Zwickauer in ihrer Automobilgeschichte und ihrer gegenwärtigen industriellen Entwicklung als Wirtschaftsförderer. Hahns Vater war einer der Mitbegründer der Auto Union - 29. Juni 1932 - in Sachsen.
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